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Omniturm

Frankfurt am Main, Deutschland

Ganz schön schräg

Für diese spiralförmige Achsenverschiebung entwickelte Doka ein neues Schutzschild, das sich vorwärts, rückwärts und seitwärts bis zu 21° neigen lässt.

Mitten im Frankfurter Bankenviertel klettert derzeit der OMNITURM in die Höhe. Mit ca. 190 m wird er nicht nur das sechsthöchste Gebäude der Stadt sein. Der OMNITURM wird deutschlandweit auch das erste Hochhaus mit echter Mischnutzung darstellen, das gleichzeitig Büro-, Wohn- und öffentliche Flächen enthält.

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Gebäudetyp
Mehrzweckgebäude

Herausforderung
Komplexe Bauwerksgeometrie

Lösung
In alle Richtungen neigbares Schutzschild

Weitere Projektdaten

Hochhaus mit Hüftschwung

Entworfen wurde das außergewöhnliche Projekt vom dänischen Stararchitekten Bjarke Ingels der Bjarke Ingels Group (BIG). „Außer-gewöhnlich“ im wörtlichen Sinne ist der OMNITURM sowohl in architektonischer als auch nutzungstechnischer Hinsicht: Der fast geradlinige Glasturm macht in der Mitte eine Art „Hüftschwung“, mit auskragenden Ebenen, die zueinander versetzt sind.

In diesem „Residential“-Bereich mit Terrassen und Überhängen auf allen vier Gebäudeseiten liegen später rund 8.200 m2 moderner Wohnflächen, eingerahmt von öffentlichen Bereichen und Bürofläche unterhalb sowie von weiterer Bürofläche oberhalb dieser Stockwerke. In diesem seitlich verschobenen Bereich lag auch die besondere Herausforderung für die Schalungsplanung und Ausführung auf der Baustelle.


Michael Bellon

Michael Bellon | Oberpolier

„Das Besondere an diesem Windschild: Man kann über Lamellen eine Parallelverschiebung in beide Seiten vornehmen und variabelst in der Höhe verstellen. Das ist für unser Projekt eine große Hilfe – eine sehr große Hilfe sogar.“


Vorauseilende Baustelleninfrastruktur bei den Hochhauskernen

Das Innenleben des OMNITURM besteht aus zwei Hochhauskernen (für Aufzüge und Treppenhäuser), die über zwei voneinander unabhängige Plattformen nach oben wachsen. Zum Einsatz kommt hier das Plattformsystem SCP inkl. Hydraulik. Bei dieser Baumethode eilt der Kernbereich den nachlaufenden Decken voraus. Die getrennte Herstellung von Wand und Decke ermöglicht einen einfacheren Bauablauf mit Fokus auf das jeweilige Bauteil. Die Baustelleneinrichtung inkl. Bewehrung wird quasi auf der Plattform gelagert. Starke Hydraulikzylinder heben Plattform, Schalung und Materialcontainer in nur einem Hub kranlos in den nächsten Betonierabschnitt. Auf diese Weise wird nicht nur Zeit, sondern auch Platz gespart, was auf dieser Baustelle mit sehr beengten Platzverhältnissen sowohl am Boden als auch in der Höhe einen wichtigen Faktor darstellt. Platz ist nicht nur auf der obersten Bau-Etage ein Thema, sondern auch eine Ebene tiefer, in Höhe der Schalung.

Durch die Plattform ist die Abhängung der Elemente mit maximalen Rückfahrwegen möglich – ein weiterer Vorteil, neben der komfortablen, geschlossenen Einhausung und damit dem Schutz der Arbeiter vor Witterungsverhältnissen und Gefahren gerade auf oberster Ebene. Während momentan die Hochhauskerne an den benachbarten Türmen vorbei nach oben wachsen, klettern auch die Decken der Wohn- und Büroetagen zügig nach – in den unteren Stockwerken hat man übrigens bereits mit den Fassadenarbeiten begonnen, so dass der OMNITURM hier schon seine endgültige Gestalt annimmt.


Projektdaten

Jahr der Fertigstellung
2019
Projektdauer
4 Jahre

Land
Deutschland
PLZ
60312

Bauherr
Tishman Speyer
Auftraggeber
Adolf Lupp GmbH + Co KG.